Warum Wirtschafts- und Finanzbildung so wichtig ist


Jeder Mensch soll ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben führen können – das meint auch in wirtschaftlicher und finanzieller Unabhängigkeit. Das ist für uns auch eine wesentliche Voraussetzung für eine stabile Gesellschaft und eine starke Demokratie.

Deshalb steht für uns das Verständnis von wirtschaftlichen und finanziellen Zusammenhängen im Fokus – als wichtiger Bestandteil einer umfassenden Allgemeinbildung.                     

Denn solides wirtschaftliches und finanzielles Grundlagenwissen führt auf individueller und gesellschaftlicher Ebene zu einer besseren gesellschaftlichen Teilhabe und Selbstverantwortung der Menschen.

Gründe, warum fundiertes Wirtschaftswissen für jeden in unserer Gesellschaft wichtig ist:

In der globalisierten Welt wird die Wirtschafts- und Finanzwelt komplexer. Wissen unterstützt dabei, Zusammenhänge zu verstehen, sich der Präferenzen und Alternativen bewusst zu werden und als mündiger Bürger Entscheidungen zu treffen.

Durch die demografische Entwicklung kommen die sozialen Sicherungssysteme an ihre Grenzen. Das hat Auswirkungen auf die Verantwortung, die jede/r Einzelne für sich trägt, z. B. im Hinblick auf die Vorsorge.

Nur systematisch vermittelt lassen sich wirtschaftliche Prinzipien und Zusammenhänge und die Rollen und Aufgaben der beteiligten Akteure verstehen, wie die der privaten Haushalte, Unternehmen, Banken und des Staats. Die Betrachtung der unterschiedlichen Perspektiven ist wichtig für eine differenzierte Meinungsbildung.

Unbekanntes schürt bekanntlich Ängste. Negative Erfahrungen auch. Wer schon mal alles verloren hat, fürchtet sich vor erneutem Verlust besonders. Das kann eine Erklärung sein, warum relativ wenige der Deutschen in Wertpapieren investiert sind. Dadurch fehlen Erfahrungen und Tradition sowie die kulturelle Prägung. Wissensvermittlung über Wirtschaft und Finanzen ist in diesem Kontext besonders wichtig, um Entscheidungs- und Handlungskompetenzen aufzubauen.

Die Deutschen arbeiten viel. Aber sie lassen ihr Geld nicht für sich arbeiten. In Zeiten von Nullzins und Inflation rächt sich das doppelt. Das Geld wird nicht nur nicht mehr, es verliert sogar an Wert. Wer die Zusammenhänge und Möglichkeiten kennt, kann sich entsprechend seiner Ziele und Lebensvorstellungen verhalten und vorsorgen.

Zukunftsaufgabe Wirtschafts- und Finanzbildung

Für unsere entwickelte Industriegesellschaft ist Bildung eine der wichtigsten Ressourcen. Diese umfasst auch die Wirtschafts- und Finanzbildung. Die Stärkung der Wirtschafts- und Finanzbildung ist eine wichtige Zukunftsaufgabe und schließt Aspekte wie

  • Verbraucherbildung,
  • Berufsorientierung,
  • Unterricht in unternehmerischem Denken und Handeln,
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung aus ökonomischer Perspektive und
  • Wertpapieranlage ein.

Unterrichtsfach Wirtschaft

Nach dem Elternhaus ist die Schule der Ort, der die Menschen am stärksten prägt. Seit jeher sprechen die Deutschen privat nicht viel über Geld, Wirtschaft und Finanzen. Umso wichtiger ist deshalb die Einrichtung eines Schulfachs Wirtschaft – flächendeckend in allen Bundesländern und für alle Schulformen der Sekundarstufen I und II.

Wirtschaft als Teil der Lehrerausbildung

Wir sind auch aus funktioneller Sicht dafür, weil mit einem Fach Wirtschaft an allen weiterführenden Schulformen auch die Lehreraus- und -weiterbildung entsprechend fundiert aufgebaut wird. Und eine fundierte Finanzbildung ist unser zentrales Anliegen.