Projekte


Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland – für die Zukunft unserer Kinder und unserer Gesellschaft

Das Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland ist eine Initiative von Lehrkräften, Verbänden, Wirt­schaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Es setzt sich ein für eine Verankerung ökonomischer Bildung in allen weiterführenden Schulen in Deutschland – in angemessenem Umfang, auf fundierte und objektive Weise vermittelt sowie verpflichtend für alle Schülerinnen und Schüler. Dazu macht sich die Initiative auch für eine bessere fachbezogene Qualifizierung der Lehrkräfte stark und vernetzt alle relevanten Beteiligten der ökonomischen Bildung in Deutschland miteinander. Aktuell unterstützen über 50 Institutionen das Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland. Die Flossbach von Storch Stiftung gehört dazu und bringt sich aktiv in das Bündnis ein.

Das Verstehen ökonomischer Zusammenhänge ist eine Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben in unserer Welt. Nur so kann die junge Generation gesellschaftliche Herausforderungen wie z. B. Generationengerechtigkeit, Klimawandel, Digitalisierung einordnen und qualifiziert Einfluss nehmen. Die ökonomische Bildung unterscheidet sich in der Fachlichkeit und Didaktik von anderen Fächern. Deshalb ist wichtig, dass sie gestärkt wird.

„Gesellschaft und Wirtschaft sind keine Gegensätze, ganz im Gegenteil. Sie brauchen und befruchten einander. Das eine nicht ohne das andere. Umso wichtiger ist die Schule als Ort der Wissensvermittlung. Finanz- und Wirtschaftsbildung müssen einen höheren Stellenwert in Deutschland bekommen.“

Kurt von Storch
Gründer und Stifter, Flossbach von Storch Stiftung

„Ökonomische Bildung gehört zur Allgemeinbildung. Schule sollte sie durch grundständig wirtschaftlich ausgebildete Lehrkräfte vermitteln und junge Menschen auch auf diesem Gebiet fundiert auf das Leben nach der Schule vorbereiten.“

Verena von Hugo
Vorstandsvorsitzende, Flossbach von Storch Stiftung


econo=me, der Schülerwettbewerb Wirtschaft und Finanzen

Wirtschafts- und Finanzwissen spielt in unserer Welt – privat und beruflich – eine wesentliche Rolle. Wer die Zusammenhänge versteht, kann sich eine eigene Meinung bilden und Plausibilitätsfragen stellen. Dazu hat die Flossbach von Storch Stiftung 2015 den bundesweiten Wettbewerb econo=me als Initiatorin ins Leben gerufen, der sich an Schülerinnen und Schüler aller Schulformen ab der Jahrgangsstufe 7 richtet.

Die Aufgabenstellungen fokussieren jedes Schuljahr ein anderes aktuelles Thema. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist Schirmherr des Wettbewerbs.

Erfahren Sie mehr unter: www.econo-me.de


Schlechtes Zeugnis für Deutschland bei der Ökonomischen Bildung

Ökonomische Bildung in Deutschland hat es seit jeher schwer – doch wie dramatisch der Mangel ist, zeigt erstmals die  zum Stand der Ökonomischen Bildung in Deutschland. Die Studie hat das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) an der Universität Oldenburg im Auftrag der Flossbach von Storch Stiftung erstellt. Die Wissenschaftler des IÖB haben zum einen den Stand der Ökonomischen Bildung an deutschen Schulen sowohl im gymnasialen als auch nicht-gymnasialen Bereich erhoben. Zum anderen haben sie erfasst, wie Ökonomische Bildung an den Hochschulen in den Lehramtsstudiengängen und über Professuren verankert ist.

Die Studienergebnisse beider Untersuchungsgebiete fließen als Teilindizes in den Gesamtindex Ökonomische Bildung in Deutschland (OeBiX) ein. Der OeBiX gibt an, wie gut die institutionellen Rahmenbedingungen für die Ökonomische Bildung in einem Bundesland sind. Der OeBiX-Gesamtindex misst mit seinen beiden Teilindizes Schule und Lehrkräftebildung, wie weit die Anforderungen erfüllt sind, damit ökonomische Bildungsinhalte vollwertig als Nebenfach zum einen an der Schule unterrichtet, zum anderen aber auch in Lehramtsstudiengängen an den Hochschulen gelehrt werden können. Erhoben wurden unter anderem Stundenkontingente, Belegpflichten, fachdidaktische Professuren und ökonomische Studienanteile.

Die OeBiX-Studienergebnisse zeigen, dass trotz aller Anstrengungen Ökonomische Bildung gemessen an den Anforderungen für ein Nebenfach in Deutschland bei Weitem nicht hinreichend verankert ist. Dies ist aber wichtig, weil Ökonomische Bildung zur Allgemeinbildung gehört. Deshalb sollte sie von grundständig wirtschaftlich ausgebildeten Lehrkräften in einem Schulfach Wirtschaft unterrichtet werden, so dass die jungen Menschen in Deutschland auch auf diesem Gebiet fundiert auf das Leben nach der Schule vorbereitet sind.

Mehr erfahren: https://www.flossbachvonstorch-stiftung.de/de/oebix-studie/

 


Unterrichtsmaterial Finanzielle Allgemeinbildung

In der Reihe von Unterrichtseinheiten von „Handelsblatt macht Schule“ unterstützen wir die vom Institut für Ökonomische Bildung an der Universität Oldenburg erstellte Unterrichtseinheit Finanzielle Allgemeinbildung. Die Reihe ist ausgezeichnet mit dem Comenius-EduMedia-Siegel für inhaltlich und gestalterisch herausragende didaktische Multimedia-Produkte im Bildungsbereich.

Viele Jugendliche und junge Erwachsene verfügen nur über geringe oder gar keine Kenntnisse zu alltäglichen Geld- und Finanzangelegenheiten. Sie setzen sich deshalb zahlreichen Risiken aus – von der unzureichenden Absicherung von Lebensrisiken, der mangelhaften Altersvorsorge bis zur Überschuldung durch den unbedachten Umgang mit Krediten. Der Mangel an notwendigen Kenntnissen in diesem Bereich ist in der heutigen Zeit von besonderer Brisanz, da bereits in relativ frühen Lebensphasen wichtige Finanzfragen zu entscheiden sind.

Die Unterrichtseinheit vermittelt grundlegende Kenntnisse zu alltäglichen Finanzfragen und bettet diese in den Gesamtrahmen der ökonomischen Bildung ein. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern wichtiges Basiswissen für die Analyse ihrer finanziellen Situation zu vermitteln. Somit geht es im Kern um die Vermittlung von Strukturwissen.

Die Unterrichtseinheit gliedert sich in fünf Komplexe:

  • Grundlagen
  • Haushaltsplanung, Konsum und Zahlungsverkehr
  • Umgang mit Lebensrisiken
  • Umgang mit Krediten
  • Verschuldung und Vermögensbildung

Sie können die Unterrichtseinheit hier kostenlos als PDF herunterladen.

Wenn Sie gerne ein Druckexemplar möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an: info@fvs-stiftung.de


Der Zukunftstag - Grundlagenwissen zu vier wichtigen Finanzthemen

Der „Zukunftstag“ engagiert sich für die Vermittlung von grundlegendem Finanzwissen an deutschen Schulen. Mit diesem Projekttag soll Schülerinnen und Schülern Grundlagenwissen in den vier Bereichen „Steuern“, „Erste eigene Wohnung“, „Krankenkasse“ und „Finanzen“ vermittelt werden. Ziel des Projekttages ist es, ökonomische Bildung zu fördern und die Schülerinnen und Schüler auf den Start ins Erwachsenenleben vorzubereiten.

Jeder Zukunftstag ist als Schultag geplant, dauert also etwa sechs (Unterrichts-)Stunden. Die Veranstaltungen und Workshops werden in Absprache mit den jeweils zuständigen Lehrkräften und/oder der Schulleitung durchgeführt. Das langfristige Ziel der „Zukunftstag“-Initiatoren Juri Galkin und Lorenzo Wienecke ist es, dass alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland während ihrer Schullaufbahn einen „Zukunftstag“ besuchen konnten und so besseres Grundlagenwissen in Wirtschaft und Finanzen aufbauen konnten.


Seminare für Lehrkräfte und ihre Ausbilder

Für Lehrkräfte, Referendare und ihre Ausbilder bieten wir Ein-Tages-Seminare auf Anfrage an. Je nach Hintergrund und Interessenlage können aus folgenden Themengebieten Schwerpunkte gewählt werden:

  • Grundlagen zu Ökonomischer Bildung
  • Vermittlung finanzieller Bildung
  • Alltägliche Geld- und Finanzangelegenheiten
  • Finanzsoziologie
  • Weitere Themen auf Anfrage

Die Themengebiete, inhaltlichen Schwerpunkte, der Zeitrahmen sowie Konditionen der An- und Abreise sind individuell abzustimmen.

Bei Interesse schreiben Sie bitte eine E-Mail an info@fvs-stiftung.de.


Universität Siegen - Erweiterungsstudiengang Wirtschaft

Die Universität Siegen bietet Studierenden und bereits ausgebildeten Lehrkräften seit dem Wintersemester 2021/22 den Erweiterungsstudiengang im Lehramt für das Fach Wirtschaft an. Prof. Dr. Nils Goldschmidt, Vorsitzender des Zentrums für ökonomische Bildung der Universität Siegen (ZöBiS), leitet das Pilotprojekt.

Der Erweiterungsstudiengang Wirtschaft vermittelt Studierenden und ausgebildeten Lehrkräften vertiefte fachwissenschaftliche und fachdidaktische Kompetenzen im Bereich der ökonomischen Bildung und befähigt sie dazu, diese Kompetenzen schulformspezifisch anzuwenden. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Absolventen und Absolventinnen ein Zeugnis über die Erweiterungsprüfung. Der Abschluss verbessert die zukünftigen Einstiegsmöglichkeiten angehender Lehrkräfte, bereits ausgebildete Lehrkräfte erhalten eine zusätzliche Qualifizierung im Bereich der ökonomischen Bildung.

Die Flossbach von Storch Stiftung fördert den Lehramts-Erweiterungsstudiengang Wirtschaft an der Universität Siegen. Sie stärkt damit die Lehrkräfteausbildung im Bereich der ökonomischen Bildung und fördert die Qualität des Wirtschaftsunterrichts in der Schule.