In Nordrhein-Westfalen ist die Ökonomische Bildung vor allem in den Haupt- und Realschulen gut verankert. In diesen Schulformen gibt es ein eigenständiges Pflichtfach Wirtschaft, dass ökonomische Themen hinsichtlich ihres Umfangs und inhaltlicher Breite ausführlich berücksichtigt. In den anderen weiterführenden allgemeinbildenden Schulformen wird in der Sekundarstufe I das Fach Wirtschaft-Politik unterrichtet, das in etwa zur Hälfte ökonomische Inhalte umfasst. Auch in den Lehrplänen für diese Fächer sind die zentralen Inhaltsbereiche der Ökonomischen Bildung berücksichtigt.
In der Sekundarstufe II an Gymnasien ist die Ökonomische Bildung im Fach Sozialwissenschaften verankert und umfasst zu ca. einem Drittel ökonomische Inhalte. Hier werden besonders die Inhaltsbereiche der internationalen Wirtschaftsbeziehungen sowie des Staates und der Sozialen Marktwirtschaft thematisiert. Etwas besser verankert ist die Ökonomische Bildung im Schwerpunkt Sozialwissenschaft/Wirtschaft.
Neben dem Fach Sozialwissenschaften (Sek II des Gymnasiums) weist nur das Wahlpflichtfach Wirtschaft und Arbeitswelt (Gesamtschule) Anteile ökonomischer Themen von weniger als der Hälfte des Lehrplans auf. Hier sind vor allem grundlegende Inhaltsbereiche wie die des Staates, der Unternehmen oder privaten Haushalte im Lehrplan verankert.
Sowohl die finanzielle Bildung als auch Entrepreneurship Education sind über alle Lehrpläne hinweg gut verankert.