Sachsen-Anhalt

 Die Situation der Ökonomischen Bildung in der universitären Lehrkräftebildung und den schulischen Lehrplänen in Sachsen-Anhalt

Was ist Ökonomische Bildung?

Ökonomische Bildung als Teil schulischer Allgemeinbildung soll einen Beitrag dazu leisten, Schülerinnen und Schüler zu einer mündigen ökonomischen und gesellschaftlichen Teilhabe zu befähigen. So sollen Sie als Verbraucherinnen und Verbraucher, Erwerbstätige und  Wirtschaftsbürgerinnen und Wirtschaftsbürger selbstbestimmte Entscheidungen treffen können. Inhaltlich umfasst Ökonomische Bildung ein breites Spektrum an Themenfeldern, wie u. a. Verbraucherbildung, Finanzbildung, Entrepreneurship Education, Wirtschaftsethik und Wirtschaftsbürgerbildung. Der originäre Beitrag Ökonomischer Bildung zur Allgemeinbildung erschöpft sich allerdings nicht in der Auseinandersetzung mit ökonomischen Inhalten, sondern liegt vielmehr in der Einnahme ökonomischer Perspektiven. So sind ökonomische Denkweisen, wie das Denken in ökonomischen Modellen oder in Anreizwirkungen zentral für den Wirtschaftsunterricht.

Schulische Lehrpläne: Große Unterschiede zwischen den einzelnen Schulfächern, eigenständige Fächer zeigen eine sehr gute Verankerung

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In Sachsen-Anhalt ist die Ökonomische Bildung hinsichtlich des Umfangs und der inhaltlichen Breite in allen weiterführenden allgemeinbildenden Schulformen durch das Fach Wirtschaft (nicht gymnasiale Schulformen) und das Wahlpflichtfach Wirtschaftslehre (Gymnasium) sehr gut abgedeckt. Wesentliche Inhaltsbereiche der Ökonomischen Bildung wie Private Haushalte, Unternehmen und Staat werden hier umfassend berücksichtigt. Auch die Entrepreneurship Education und die finanzielle Bildung sind in den Lehrplänen weitestgehend abgedeckt.

An Gymnasien hingegen ist die Ökonomische Bildung hauptsächlich im Fach Sozialkunde integriert, in dem ökonomische Inhalte nur in begrenztem Umfang behandelt werden. Weder die finanzielle Bildung noch die Entrepreneurship Education werden explizit in den Lehrplänen dieses Faches berücksichtigt.

Schulische Lehrpläne: Große Unterschiede zwischen den einzelnen Schulfächern, eigenständige Fächer zeigen eine sehr gute Verankerung

In Sachsen-Anhalt ist die Ökonomische Bildung hinsichtlich des Umfangs und der inhaltlichen Breite in allen weiterführenden allgemeinbildenden Schulformen durch das Fach Wirtschaft (nicht gymnasiale Schulformen) und das Wahlpflichtfach Wirtschaftslehre (Gymnasium) sehr gut abgedeckt. Wesentliche Inhaltsbereiche der Ökonomischen Bildung wie Private Haushalte, Unternehmen und Staat werden hier umfassend berücksichtigt. Auch die Entrepreneurship Education und die finanzielle Bildung sind in den Lehrplänen weitestgehend abgedeckt.

An Gymnasien hingegen ist die Ökonomische Bildung hauptsächlich im Fach Sozialkunde integriert, in dem ökonomische Inhalte nur in begrenztem Umfang behandelt werden. Weder die finanzielle Bildung noch die Entrepreneurship Education werden explizit in den Lehrplänen dieses Faches berücksichtigt.

Ökonomische Bildung in der universitären Lehrkräftebildung: Große Unterschiede zwischen den Studiengängen, Verankerung teilweise unzureichend

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Für das eigenständige Fach Wirtschaft gibt es zwei Studiengänge, für die sozialwissenschaftlichen Integrationsfächer gibt es zwei Studiengänge. In Sachsen-Anhalt werden Lehrkräfte für die Ankerfächer der Ökonomischen Bildung an den Universitäten Halle-Wittenberg und Magdeburg ausgebildet.

An beiden Standorten wird der Studiengang Sozialkunde für das Gymnasium angeboten, jedoch werden praktisch keine Inhalte der Ökonomischen Bildung berücksichtigt. Insbesondere betriebswirtschaftliche Themen fehlen. Immerhin wurde in der Hälfte der Studiengänge die finanzielle Bildung in mindestens einem Modul explizit erwähnt.

Der Studiengang Wirtschaft an der Universität Magdeburg deckt hingegen die Wirtschaftswissenschaften und die Wirtschaftsdidaktik sehr gut ab. Betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Inhalte sind zu ähnlichen Anteilen verankert.

Allerdings finden die Themenbereiche der finanziellen Bildung und Entrepreneurship Education mit Blick in den Modulbeschreibungen der Studiengänge kaum explizite Berücksichtigung.

Ökonomische Bildung in der universitären Lehrkräftebildung: Große Unterschiede zwischen den Studiengängen, Verankerung teilweise unzureichend

Für das eigenständige Fach Wirtschaft gibt es zwei Studiengänge, für die sozialwissenschaftlichen Integrationsfächer gibt es zwei Studiengänge. In Sachsen-Anhalt werden Lehrkräfte für die Ankerfächer der Ökonomischen Bildung an den Universitäten Halle-Wittenberg und Magdeburg ausgebildet.

An beiden Standorten wird der Studiengang Sozialkunde für das Gymnasium angeboten, jedoch werden praktisch keine Inhalte der Ökonomischen Bildung berücksichtigt. Insbesondere betriebswirtschaftliche Themen fehlen. Immerhin wurde in der Hälfte der Studiengänge die finanzielle Bildung in mindestens einem Modul explizit erwähnt.

Der Studiengang Wirtschaft an der Universität Magdeburg deckt hingegen die Wirtschaftswissenschaften und die Wirtschaftsdidaktik sehr gut ab. Betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Inhalte sind zu ähnlichen Anteilen verankert.

Allerdings finden die Themenbereiche der finanziellen Bildung und Entrepreneurship Education mit Blick in den Modulbeschreibungen der Studiengänge kaum explizite Berücksichtigung.